Rückblick SBIG ST-2000

ERSTE ERFAHRUNGEN MIT DER SBIG ST2000

So, die ersten Versuche habe ich gemacht und kann folgende Erfahrungen weitergeben...
Aller Anfang ist schwer - hat das schon jemand gehört??

Vorallem der Umstand, dass kein Sucherfenster vorhanden ist, erschwert die Suche überhaupt richtig am Objekt zu sein. Um wenigstens einigermaßen hinzufinden, habe ich mir einen 8x50er Winkelsucher gekauft und diesen mit dem Fadenkreuzokular in der Hauptoptik "synchronisiert".

Vorallem bei mittleren Himmelskenntnissen, findet man dann so einigermaßen hin zum Objekt, wohl auch wegen meiner nicht all zu hohen Brennweite von 900mm. Im Falle eines C11 oder ähnlich wäre das bestimmt auch keine große Hilfe. - ohne Goto.

Deshalb: Ohne Goto, schwer!

Egal - Gott sei Danke läuft die Kamera mit der Software CCD Soft sehr stabil. Am Notebook hatte ich keinen einzigen Hänger oder Absturz!!

Gewöhnungsbedürftig sind bei der Umstellung die langen Belichtungszeiten. Beim Nordamerikanebel mal im H alpha gleich 5 x 20 Minuten ?!?!? Schwupps fast 2 Stunden sind weg. Man sollte sich gut überlegen, was man dann 2 Stunden macht. Vorallem im Winter, wenns mal minus 10 Grad hat, oder noch kälter!!

Nach dem Nordamerikanbel in H alpha habe ich mich Mitte September bei sehr guten Verhältnissen an die NGC 7331 mit Stephans Quintett herangewagt.

Einzelframes zu je 5 Minuten wurden gemacht. 15 x Luminanz und je 5 RGB. Blöd ist es dann, wenn bei langer Belichtungszeit mitten durchs Objekt ein Linienjet düst.

Nachdem ich mir Zeit genommen habe die Bilder zu bearbeiten, stellte ich schon einen Unterschied zur Aufnahme der EOS fest, allerdings naja.....

Bei der 2. Bearbeitung kümmerte ich mich nur die Luminanzbilder - und siehe da, da war noch viel drinnen...

Ich bat meinen Kollegen Johannes sich mal die Bilder anzusehen - jetzt bin ich gespannt.

Johannes hat aus dem Bild ein Kunstwerk geschaffen. Gratulation!!!