Meine Sternwarte ín Hirschegg

Die Lage der Sternwarte....ist ganz entscheidend

in der Steiermark - dem grünen Herzen Österreichs - im Grenzgebiet zu Kärnten.

Im Bild zu sehen ist das Tal, welches am Salzstiegl (einem Skigebiet) endet. Die nächste größere Ortschaft ist 14 km weit entfernt.

Erste Messungen mit dem Sky Qualitiy Meter haben einen Wert von 21,7 ergeben.

50cm Neuschnee ???

Keine Seltenheit

 

Im Sommer 2012 haben wir die Wände mit weißem Trapezblech verkleidet, um die thermische Situation in der Sternwarte zu optimieren.

Echte Erfahrungswerte stehen jedoch erst im Sommer 2013 zur Verfügung.

Durch den Mehrschaligen Holzaufbau war die Erwärmung nicht sehr stark - bei Sonnenuntergang betrug die Innentemperatur ca. 6°C über der Außentemperatur.

Ich denke, dass dies nun um ca. 3-4 Grad geringer und die Auskühlzeit der Optik reduziert ist.

Hier ein paar Bilder und weiter unten bauliche Veränderungen bzw. Photovoltaikanlage:

Tief verschneit.....

Nach einer laaaaaaangen Winternacht

Jeder Morgen ist ein absolut tolles Erlebniss - ein Sonnenaufgang in den Bergen ist unbeschreiblich schön (und kalt).

Im Sommer schaut die Umgebung genau so schön aber etwas anders als im Winter aus.

Hier eine Panoramaaufnahme - noch ohne meine Sterwarte - die Einschränkung von 30° im Westen ist hier am Bild kaum zu erkennen. In Richtung Norden und Osten ist die Einschränkung nur ca. 10°. Im Süden sogar Horizontsicht und absolute Dunkelheit. Meistens ist KEINE EINZIGE künstliche Lichtquelle zu sehen.


Der Bau meiner Rolldachhütte

Nach langer Suche habe ich endlich einen Platz für eine Rolldachhütte gefunden.

Eine kleine verfallene Hütte "machte Platz" und nahe dieser Stelle konnte ich Anfang Mai 08 mit dem Bau beginnen. Alles wurde in Eigenleistung erledigt. (Danke Opa) Sogar das Fundament (6 x Punkt mit 30cm dm und 1x1Meter  für die Säule - jeweils 1 Meter tief) wurden mit "persönlicher Hydraulik" erledigt.

An sich hat diese Rolldachhütte im Vergleich zu den bekannten nichts spezielles an sich. Sie ist allerdings sehr stabil ausgeführt, sodass auch ein stärkerer Sturm (siehe Fotos vom "Paula" Sturm) oder größere Schneelast bis 1 Meter keine Schäden anrichten sollte.

Des weiteren habe ich auch auf die Optik Wert gelegt, sodass ich mich in der Einsamkeit wohl fühle. Sie liegt in der Nähe  des "Salzstiegels" auf ca. 1200m Seehöhe und ist frei von Fremdlicht ! Die Sicht nach Süden ist nahezu horizontal!!! Eine Einschränkung von ca. 30 Grad Höhe ist nach West-Süd-West leider gegeben, jedoch selbst in diesen Bereichen eine 9 stündige Belichtungszeit (von 30Grad über Osten) möglich! (Siehe Panoramafoto) Osten und Norden (max 10 Grad Einschränkung) ebenfalls sehr gut. (siehe 360 Grad Panorama) Trotz der Einschränkung im Westen bin ich der Meinung, dass durch den sehr guten Himmel und der stationären Aufstellung eine wesentliche Qualitäts und Komfortsteigerung gegeben ist.

Bei diversen Fragen zum Bau helfe ich nach Möglichkeit gerne mit Rat  (ohne Tat) weiter.

Fazit:

Das Fundament sehr groß dimensionieren - es dient für evt. Vergrößerungen als Basis und kann nicht ohne weiters verbessert werden.

Es geht viel Holz drauf.
Es gehen viele Schrauben auf.
Es ist teurer als erhofft.
2 Wochen vergehen schneller
, als man denkt.

Die Dachkonstruktion ist bei hoher Stabilität trotz Verwendung eines (sauteuren) Blechdaches insgesamt mit ca. 300 kg recht schwer. Die Rollen sollten sehr stabil ausgeführt werden und evt. in der Parkposition zum Schutz entlastet werden.

Ursprünglich wurden - wie auf den Bildern ersichtlich - günstige Gummibockrollen mit 125mm Raddurchmesser aus dem Baumarkt verwendet. Der bewegliche Dachstuhl wurde ursprünglich von 6 Rollen getragen. Der Kraftaufwand beim Öffnen und schließen war jedoch zu hoch und ließen sich nur mit einer Seilwinde schließen. Die Gummirollen mit den Walzlagern haben in diesem Fall einfach einen sehr hohen Rollwiderstand.

Bessere Rollen gibt es z.B. bei www.tente.de (Artikelnummer: 3478itp125P63 BH161)
Preislich sind sie ungefähr 6 x so teuer, allerdings reichen dann auch 4 Räder aus und reduzieren den notwendigen Kraftaufwand um ca. 80%.

 


Hier ein paar Bilder vom Bau und vom fertigen Werk:

Das Wetter ist gut. Der Grundriss mit Holzlatten aufgelegt.

Uff. die Fundamente für Säule und Hütte sind fast geschafft. Davor habe ich mich am meisten gefürchtet, da man nicht weiß, was einem unten erwartet. In meinem Fall war es harter Sand und Lehm mit vereinzelten Schieferplatten.

Das  steht nach ca. 1 Woche Arbeit und der Dachstuhl geht auch bald rauf. (siehe rechts - noch immer Berge von Holz!) Seppi Opa immer im Einsatz.

Die OSB Schalung außen ist eine dichte Hülle gegen Insekten, Mäuse usw. und versteift die Konstrukion nochmals sehr gut.

So, das wird also mein Arbeitsplatz - mittlerweile braungebrannt. Ich glaub das ganze Jahr 2008 war es kaum so trocken, wie jetzt. - Gott sei Dank.

Das Blechdach - technisch gut, aber schweineteuer (viel zu teuer).

Bei Conrad habe ich mir ein 60 Watt Solarpanel gekauft. Es ist im meiner exponierten Lage die einzige vernünftige Möglichkeit Strom zu erhalten. Diese füttert über denSolarregler zwei 250 Ah Batterien. Funzt Suuuuper.

Update 2010:

Die Photovoltaikanlage wurde um 2 weitere Panele mit je 50 Watt erweitert.

2 Panele speisen nun den Hauptakku mit 2 x 120 Ah - sie liefern laut Laderegler ca. 8 Ampere bei 12 Volt.

Das 3.Panel speist meinen nunmehr getrennte Versorgung des Notebooks. Hier wird eine 60 Ah Solarakku betrieben.

 

Update Juli 2011:

Bei hochsommerlichen Temperaturen, heitz sich die Sterwarte tagsüber um einige Grad Celsius auf. Das sollte nicht sein!!!

Wie kann ich das verhindern....

Das einfachste wäre eine günstige Klimaanlage reinzustellen. Das geht aber nicht mit meinen Energievorrat.

Punkt 1 >> die Wand so gut zu isolieren, dass die pralle Sonne die Wände nicht zu stark erhitzt.

Das werde ich in den nächsten Wochen mit einem weißen Trapezblech, welches auf die Außenwand kommt, hoffentlich in den Griff bekommen.

Punkt 2 >> Die warme Luft gegen kältere Außenluft zu ersetzen.

Durch eine Temperaturdifferenzsteuerung von Conrad Electronic wird ständig Außentemperatur mit Innentemperatur verglichen.

Bei mehr als 2 Grad Differenz, schaltet sich ein 120mm kleiner Lüfter, der kalte Luft unter dem Fussboden in die Sternwarte rein und gleichzeitig wird die warme Luft aus dem Giebel ins Freie geblasen.

Erfahrungsgemäß muß der Lüfter im Giebel wesentlich mehr Luft nach außen blasen, als der Lüfter im Bodenbereich. (Die kalte Luft vermischt sich sonst nur mit der kalten und bleibt aber drinnen)

Update Dezember 2011:

Ich habe die Solarbatterien, die unter der Sternwarte in einer Kiste untergebracht sind, hinsichtlich es Wasserstandes überprüft.

Dabei ist aufgefallen, dass eine der Batterien (Starterbatterie mit 240Ah) viel Wasser "verbraucht" hat.

Bei der Exide Solarbatterie hat jedoch nichts gefehlt.

Ich maß die Säuredichte der Batterien.

Die Säuredichte beider Batterien war sehr gut.

OH. Was ich beim Messen der Starterbatterie sah, ließ nichts Gutes verheißen . Beim Aufsaugen kam nicht nur klares Wasser, sondern auch eine graue schleimige Flüssigkeit mit.

Bei Fa. Moll Batterien - Hr. Fruhwirth nachgefragt, bestätigte er mir, was ich vermutete: Bei der älteren Starterbatterie haben sich durch die nicht sachgemäße Verwendung als Versorgungsbatterie, die Bleiwände zersetzt.

Und durch die (im Vergleich zur neueren Batterie) schlechtere Kapazität, wurde fast ausschließlich ständig die ältere geladen und ging somit regelmäßig in die Gasung.

Dadurch fehlte bei der älteren Batterie 4 Liter Wasser und bei der neueren nichts.

Die Batterie ist so zu sagen kaputt.

Ich erwarb bei moll Batterien in Graz eine baugleiche Solarbatterie mit 235 Ah und tauschte sie gegen die ältere Starterbatterie.

Ich gehe nun davon aus, dass die Kapazität von nun insgesamt 440 Ah auch bei widrigen Temperaturen für mindestens 2 Winternächte reicht, ohne dass die Batterie unter 11,5 Volt fällt.

Des weiteren ergänzte ich die Solaranlage um ein weiteres Modul.

Diesmal erwarb ich sehr günstig auf ebay ein neues 130 Watt Solarmodul.

Es sollte nun so sein, dass die Anlage für die Hauptbatterien einen Ladestrom von maximal 15 Ampere leisten kann.

 

Update Juli 2012:

Die Sternwarte wurde mit weißem Trapezblech verkleidet. Um die Hinterlüftung zu garantieren, wurde eine 3cm dicke Hinterlüftung (Konterlattung) angebracht.

Bei ungetrübten Sonnenschein war die Außenschalung aus Holz sehr warm. Diese Wärme ist zu einem kleinen Teil IN die Sternwarte gewandert und hat bewirkt, dass die Innentemperatur bei Sonnenuntergang ca. 6 Grad über der Außentemperatur gelegen hat. Toll wäre natürlich die Technik der Profisternwarten, die Innentemperatur mit Klimagerät auf die kommende Abendtemperatur zu halten. Somit wäre eine Anpassung der Optik hinfällig.

Wie weit diese Verkleidung eine Erwärung verhindert, wird im Sommer  2013 dokumentiert.

 


 

 

Der Föhnsturm Paula 2008

Der Wald nach dem furchtbaren Sturm "Paula" im Jänner 2008 kurz vor St. Hemma

Nach dem Sturm "Paula" im Tal südlich von Hirschegg "legt ganze Wälder um"