Williams Optik Refraktor ZS 66 / 388mm

Ich denke, dass mit "geringen" Brennweiten, wunderschöne Astrobilder gelingen können und etwas geringere Anforderungen an die Montierung stellen.
Der Williams Optik "ZS 66" ist m.M. ein tolles Gerät mit gutem Preis Leistungsverhältnis.

 

Inspiriert durch die vielen Bilder im www wußte ich bald, dass ich eine Optik zwischen 300 und 500mm haben wollte.

  1. Mit geringeren Brennweiten sind größere Bereiche einzusehen und daher auch ein Deepskyobjekt von der Größe und Entfernung besser einschätzen.
  2. Objekte wie großflächige Nebelgebiete, und davon gibt es genug, passen sowieso nur mit geringerer Brennweite ins Feld. Andromedagalaxie, Nordamerikanebel, Orionkomplex, Rosettennebel u.s.w.
  3. An die Genauigkeit der Nachführung sind nicht so hohe Ansprüche gestellt.
  4. Da ich vornehmlich auf der Alm "arbeite", habe ich auch manchmal mit Wind zu kämpfen. Durch die kleine Größe des Tubus, hat der Wind auch weniger zum Rütteln..

Ob es nun ein "normales" Tele für die Kamera, oder ein kleines Teleksop sein sollte, wusste ich auch nicht so recht. Ich kaufte mir zuerst das MTO 300mm - eine so genannte Russentonne - die ja preislich sehr günstig ist. Allerdings erkannt ich bald, dass das Fokusieren alles andere als leicht ist und daher keine "knackigen" Bilder entstehen werden.

Nach weiteren Informationen, wußte ich dann eben über die Vorteile eines Fotoobjektives:

  • das geringe Gewicht
  • das geebnete Bildfeld
  • auch für Alltagsaufnahmen geeignet

Nachteil vom Fotoobjektiv:

  • Fokusierung
  • Fixierung des Fokuspunktes
  • Feinverstellung

Ich bestellte mir dann bei Teleskopservice auf Empfehlung von Wolfi Ransburg den kleinen Williams Optik ZS 66/388 ED Apo

http://www.teleskop-service.de/William/William.htm#Zen66

Williams Zenithstar SD 66

Als obligat wurde mir der passende Bildfeldebner empfohlen. Der Flattener hat auch eine Brennweitenreduzierung um den Fakton von 0,8 - Das ergibt dann eine Brennweite von 310mm.
Das Öffnungsverhältnis beträgt dann bereits 4,7. Kurze Belichtungszeiten sind das Ergebnis.

Nach dem Firstlight am Rosettennebel war ich nach erfolgter Bearbeitung am PC etwas enttäuscht, da das Bildfeld nicht exakt geebnet war. (siehe Rosettennebel) Nach Rückfrage bei Wolfi Ransburg wurde mir mitgeteilt, dass ein neuer Flattener auf den Markt gekommen ist. Dieser hat schon einen beträchtlichen Aufpreis, der sich allerdings wiederrum bezahlt macht. Der Brennweitenfaktor ist weiterhin 0,8 , allerdings passt die Korrektur der Bildfeldebnung wesentlich genauer. Es ist nicht zu 100 % weg, aber fast nicht zu erkennen.

Ein schönes Bild ist mir unter anderem mit dem Pferdekopfnebel gelungen. Visuell beobachte ich damit nicht, da der Bildfeldebner weder Okulare verwenden läßt und auch die Öffnung von 66mm nicht gerade viel bringt. Da verwende ich dann den Feldstecher.